ruf des Entzuͤckens ſlog Barbara in die Arme ihres Gemahls und fliſterte an ſeinem Herzen: D, habe ich Dich wieder, Geliebter meiner Seele? Willkommen Retter von Gewaltthat und Schmaͤ⸗ hung!—— Gewaltthat? Schmaͤhung? fragte der Monarch mit rollenden Augen umherſchau⸗ end— Wer iſt tolldreiſt genug, Frevel zu uͤben in Unſerer Naͤhe? Wer wagt es Unſere Koͤni⸗ gin zu ſchmaͤhen im Hauſe ihres Gemahls?— — Ein Blick auf Barbaren und ein zweiter auf ſeine Mutter beantworteten ſeine Frage, und ſchnell wendete er ſich zu den Gegenwaͤrti⸗ gen, rufend: Kehret zuruͤck nach dem Schloſſe, wir folgen Euch unverzuͤglich mit den durch⸗ lauchtigſten Frauen!— Hinweg! ſchrie er mit donnernder Stimme den Zoͤgernden zu; nur der Kaſtellan der Hauptſtadt mag bleiben und der Hofmarſchall!—— Als nun alle ſich entfernt hatten, und die ſchleſiſchen Herzoge mit ihnen, ſprach er, die gewaltige Bewegung des Gemuͤths daͤmpfend: Sollen Wir Unſern Augen trauen; iſt es Unſere Mutter, die den fuͤrßlichen Anſtand verletzend, deſſen Lehrerin ſie bisher war durch Wort und Beiſpiel, ſelbſtvergeſſen den ungluck⸗ lichen Zwiſt Unſers Hauſes zur Schau legt vor
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