ſchall des Reichstages? Wer ertheilte Euch das Recht, abzuſprechen uͤber das heiligſte Band auf Erden, Euch, da jeglicher von Euch den als ſei⸗ nen Todfeind betrachten wuͤrde, der ſtorend ſich draͤngte in den Frieden ſeines Hauſes? Wer hat das ehrwuͤrdige Gebaͤude der alten Kirche antaſten wollen, oder die Glaubensfreiheit ande⸗ rer Religionsverwandten, beſchworen vom Koͤnig und beſtaͤtigt von den Staͤnden? Wahrlich, ich ſage Euch, als ich dieſen Stab annahm, aus den Haͤnden Eurer Abgeordneten, meinte ich mich ein treuer Bruder und Mitbuͤrger an der Spitze chriſtlicher Rittersleute zu ſtellen, geach⸗ tet durch ein Vertrauen, deſſen ich nicht un⸗ werth bin, ſo wahr mir Gott helfe und ſein heiliges Wort. Soll aber dieſe Stimme, die ich nie anders erhoben, als fur Recht und Va⸗ terland, dem Aufruhr und dem Uebermuthe des Wahnwitzes das Wort reden, ſoll ich mich zum willenloſen Werkzeug widerſtreitender Meinun⸗ gen herabwuͤrdigen, ſo nehmt es zuruͤck dieß Zeichen, das hinfort unwerth iſt zu liegen in der Hand eines Ehrenmannes.— Er ſchwang, indem er ſo ſprach, den Marſchallsſtab, als wolle er ihn unter die Menge ſchleudern, da
Einzelbild herunterladen
verfügbare Breiten


