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ſchem Eifer die mangelhafte Ausuͤbung angemaß⸗ ten Rechtes vorzuhalten. Aber wie erſtaunte er, als er erfuhr, die polniſche Geſchichte ſey weder an Alterthuͤmlichkeit noch an Reichthum der Begebenheiten, die der Dichtung die Hand bieten, der Geſchichte Schottlands zu verglei⸗ chen; auf dem platten Lande ſchleiche die Ro⸗ mantik muͤhſelig einher, waͤhrend ſie in Gebir⸗ gen kuͤhn mit ausgeſpanntem Fittig von einem Gipfel zu dem andern ſchwebe, und es ermau⸗ gele den Sarmaten an der allmaͤchtigen Baspipe (Sackpfeife, Dudelſack), ohne deren Toͤne keine freie Volksthuͤmlichkeit und erhabene Erinnerung an vergangene Zeiten beſtehen koͤnnten.— Das war zu viel fuͤr ihn; dieſe Behauptungen grif⸗ ſen allzu gewaltig den Nationalehrgeiz an, wel⸗ cher nach ſo vielen Erſchuͤtterungen, ja, nach dem Untergange des Vaterlandes ſeibſt, immer noch das Herz des Polen, obſchon in erſterbenden Funken, durchzuckt; wahrlich er entruͤſtete ſich dergeſtalt, als ſey es der vor ihm ſitzende Her⸗ ausgeber des Hippolyt ſelbſt, der ſich zu dieſer Meinung bekenne, als ſey er nicht der, welchem gegenuͤber ſie unmittelbar aufgeſtellt worden. Wie? rief er, minder alterthuͤmlich als die Ge⸗


