Teil eines Werkes 
2. Band, Hippolyt Boratynski : 2. Theil (1825)
Entstehung
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an den angewieſenen Drten zu vereinigen. Koͤ⸗ nig Siegmund wollte ſeine Gemahlin nicht in der ungewiſſen und peinlichen Lage verweilen laſſen, in der ſie ſich in der Reſidenz befand, bis zu dem nahen Zeitpunkt, da ihr Schickſal entſchieden werden ſollte; eine Entſcheidung, die er im Bewußtſeyn eigener unerſchuͤtterlicher Feſt⸗ igkeit, trotz aller ſtets neuen erſcheinenden Hin⸗ derniſſe, als unbezweifelt anſah. Er geleitete mit großem Gefolge Frau Barbara nach Wilno in die Hauptſtadt ſeiner Erblande, wo er, wie die Chroniken jener Zeit berichten, ihr koͤni⸗ gliche Ehre erweiſen ließ, und ſie im Glanz ſchnell auf einander folgender Feſte ſo manche Kraͤnk⸗ ung, die ihr zu Krakow wiederfahren, vergeſ⸗ ſen zu laſſen ſich bemuͤhte. Er kehrte darauf zu⸗ ruͤck in die Lande der Krone, um ein wachſa⸗ mes Auge auf die Gegner ſeiner Wuͤnſche zu haben, nachdem er die littauiſchen Herren der drei akatholiſchen Glaubenbekenntniſſe, die Lu⸗ theraner naͤmlich, die Calviniſten und Schis⸗ matiker, oder Anhaͤnger der griechiſchen Kirche, aufgefordert hatte, ſich in moͤglichſt großer An⸗ zahl zu Piotrkow einzufinden. Vorzuͤglich gebot er ſeinem Schwager dem Fuͤrſten Nikolaus Rad⸗