Teil eines Werkes 
2. Band, Hippolyt Boratynski : 2. Theil (1825)
Entstehung
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ſang begann: Wer ſchleichet zu nachtlicher Stunde um meine Behaufung? Seyd Ihr es, gebietender Junker? So tretet doch ein zn Eu⸗ rer demuͤthigen Magd, ſie zu erfreuen mit Eu⸗ rem liebreizenden Anblick.— Mag Euch auch ein Schloß oder Riegel widerſtehen? Tretet herein in die geſchmuͤckte Kammer. Da ließ ſich draußen eine dumpfe Stimme vernehmen; Thue auf, Uurſula, ich bin es, Aſſano der Neapolita⸗ ner.— Schnell wendete ſich die Alte zu dem zaͤhnklappernden Neffen und fluͤſterte ihm zu: Nun nehmet Euch zuſammen, Soͤhnlein, er iſt da.— Waelaw aber murmelte zwiſchen den Zaͤhnen: Iſt's auch nicht der, den ich gewaͤhnt, ſo iſt er doch warlich nur um ein weniges beſ⸗ ſer.— Und wirklich, als nun die Huͤttenthuͤre ſich oͤffnete, und der rothe Schein der Flamme auf die hohe, in einen ſchwarzen Mantel ge⸗ hullte Geſtalt ſiel und an dem breiten, mit Ra⸗ benfedern geſchmuͤckten Hut, und in den duͤſtre Funken ſpruͤhenden Augen und auf dem verzerr⸗ ten Antlitz widerglaͤnzte, war das widrige Grei⸗ ſenbild dem Fuͤrſten der Finßerniß nicht unaͤhn⸗ lich, deſſen Erſcheinung der zagende Schreiber entgegen geſehen. Es erhob ſich nun zwiſchen