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mag, beim Vergleich zwiſchen dem, was er dieſem Stamme nach erwartet hätte, und dem, was er ge⸗ funden. Anders aber geſtaltet ſich, iſt er empfaͤng⸗ lichen Sinnes, wiederum ſein Urtheil bei noch laͤn⸗ gerem Aufenthalt und Befreundung mit dem, was ihn umgiebt; man fuͤhlt, der Genius ſei hier heimiſch ge⸗ weſen, ja er ſei nicht von der alten lieben Herberge geſchieden, ohne Einige ſeines Gefolges zuruͤckzulaſ⸗ ſen— vielleicht um ihm wiederum eine Wohnung zu bereiten fuͤr eine andere beſſere Zeit.—
Die Wiſſenſchaft gedeihet auf jeglichem Grunde, ſchwerer wird die Kunſt einheimiſch, ſchwerer aber auch verſchwindet ihre Spur von dem lange bewohn⸗ ten; in der erſten hat manche Stadt in neuerer
Zeit den Preis davon getragen, nicht ſo iſt es mit
der zweiten, ſie fuhlt ſich fremd auf dem Treibhaus⸗ beet und ſehnt ſich zuruͤck nach dem alten Gebuͤſch, ob es auch verwildert ſei, und wahrend ſie dort un⸗ ter muͤhſamer Pflege des Gaͤrtners in Art einer re⸗ gelmaͤßigen Pflanzſchule erſcheint, von der er mit der Zeit Gedeihen hoffen kann, ergeht ſie ſich hier in Ge⸗ ſtalt wehmuͤthiger, wohl aber zwangloſer Erinnerung. Noch rauſcht hier der Wiederhall unſterblicher Har⸗ monien durch dieſelben Hallen, aus welchen ſie durch Europa zogen, die Sammlungen bildneriſcher Meiſter⸗


