daß wir einen Bund geſchloſſen, und bleibet dem⸗ ſelben treu; man rühmt ja die Beharrlichkeit als eine Tugend Eurer Landesgenoſſinnen.— Und wahrlich mit Recht! rief die Spanierinn, und ein ſchneller fremdartiger Blick drang unter ihren langen Augenwimpern, einem verletzenden Pfeile gleich, hervor— aber alsbald ſetzte ſie mit dee vorigen Hingebung hinzu: Ich bin eine treue Bundesgenoſſinn; mein Herz liegt offen vor Euch da, ſoweit Ihr ſelbſt es erforſchen wollet, doch Euerm Verſtande gebühret zu würdigen, was es Euch bietet.
Halb erfreuet, halb ſich befangen fühlend durch den Doppelſinn, der fortwährend in den Worten der Berichterſtatterinn lag, und ſeiner Eitelkeit mehr zuſagte als ſeiner Wißbegierde, fragte der Höfling: Und meine Muhme von Rochlitz, was kann oder will die angenehme Bundesgenoſſinn mir über ſie mittheilen?
Was läſſt ſich auch von der Blume ſagen, ſprach Jene in empfindſamer Weiſe, die immer⸗ dar nach der Sonne ſich wendet, als daß ſie ſtill und demüthig ſteht, ſo lange jene am Horizonte erglänzt, und eben ſo ſtill und demüthig das Haupt ſenkt, wenn die Nacht heraufſteigt? Viel


