Teil eines Werkes 
9. Band, Die Frauen von Neidschütz : Novelle : 2. Band (1832)
Entstehung
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freulicher, auch wohl einbringlicher easus für ei⸗ nen pflichtgetreuen Kaſtellan, jetzt aber erfüllet er ſelbigen allermeiſt mit Angſt und Grauen. Kein Stuhl noch Tiſch ſtehet Seiner Durchlauchtigkeit recht, die Pokale, obſchon man in ſolchen ſo be⸗ quemlich ſeine visage abſpiegeln kann, wie der gnädige Herr in dem vor ihm befindlichen tru- meau, ſind blind, und der Wein, von deſſen Güte ich durch unſchädliches Erproben ſattſam perſuadiret bin, ſauer, kahmig oder mulſtrig. Ja, es iſt mir in dieſen Tagen der allergnädigſte Beſcheid worden, ich könne zur heiligen Oſterzeit mich packen, wohin es' mir beliebt, ſintemalen der Dienſt anderweit vergeben. Solches wäre nun zwar hart für einen treuen Diener des Durch⸗ lauchtigen Prinzen; ich hoffe aber allewege, Höchſt⸗ deroſelben werde mir als einem ſolchen die höchſte Protection nicht refüſiren, als welche ich zur Stunde in der Perſon Ihro Gnaden, als bei dem gnädigſten Herrn in ſonderbarer Gunſt ſte⸗ hend, ganz devoteſt reclamiren thue.

Ich werde mit Seiner Durchlauchtigkeit bar⸗ über ſprechen, verhieß der Höfling im Gönner⸗ tone, und ich meine, ſetzte er mit zweideutigem Lächeln hinzu, Höchſtdieſelbe werde ihre Prto⸗