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borene Senfibilität mit andern Rückſichten in Colliſion geräth. Auch iſt das Ereigniß, wel⸗ ches Dero erwähnt, noch nicht vor der Thür. Jedennoch erkenne ich mit gebührender Satis⸗ faction Monsieur le Barons Gewogenheit, und werde nicht ermangeln, ſelbige vorkommenden Falles zu reclamiren. Halte übrigens Derſelbe ſich verſichert, ſchloß ſie mit einer huldreich ent⸗ laſſenden Geberde, daß auch für einen Diener Seiner Römiſchen Kaiſerlichen Majeſtät und an⸗ geſehenen Officier Kurſachſen Mittel beſitzt, ihn zu belohnen, wie es deſſelben Meriten und dem lustre ſeiner altadlichen famille conveniret. YNachdem die kluge Viceregentinn des Kur⸗ fürſtenthums den kaiſerlichen Geſanbſchaftskavalier dergeſtalt freundlich verabſchiedet hatte, wendete ſie ſich mit dem Tone übler Laune zu Kathari⸗ nen Abermals, begann ſie ſcharf und keifend, abermals, wie es mich gemahnt, hat die Frau Tochter ein feines Meiſterſtück zu Wege gebracht, mütterlicher Ermahnung nicht achtend, und des devoirs, das Ihr obliegt. Ich verſtehe Euch nicht, Madame, antwor⸗ tete die Gräfinn von Rochlitz, minder nachgebend als gewöhnlich. Ich weiß leider, daß ich zu oft
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