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Geſandten, die von Dänemark und Branden⸗ burg ausgenommen, welche bei dem Seſſel der kurfürſtlichen Wittwe verweilten.
So ſaßen die beiden Partheien einander ge⸗ genüber, gleich zweien Heeren, die ein verſchanz⸗ tes Lager bezogen haben, und ihre drohende Stel⸗ lung und feindſeliges Schweigen ließen eben kei⸗ nen beſonders ergötzlichen Abend erwarten. Es fehlte jedoch nicht an überläufern, zumal von der Seite Frau Annens Sophiens; mehrere Da⸗ men, die nicht unmittelbar zu ihrem oder der regierenden Kurfürſtinn Hofſtaat gehörten, vor⸗ nehmlich aber die Ehehälften der in Staats⸗, Hof⸗ oder Kriegsämtern Stehenden, gaben Acht auf die unzufriedene, gebieteriſche Miene des gnädig⸗ ſten Herrn, auf die beſorgten, bittenden Winke ihrer Gatten, und naheten ſich Paarweiſe, zö⸗ gernd und widerwillig den Damen von Neidſchütz, einige förmliche Worte zu ſagen, die von der Mutter mit äußerlicher ſtolzer Gleichgültigkeit und mit innerlichem Genuß ihres Triumphs er⸗ wiedert wurden, von der Tochter aber mit der Befangenheit der Scham und Betrübniß.
Wo bleibt der Herr ſo lange?— raunte Prinz Auguſt dem ſich nahenden Kammerpagen zu—


