Teil eines Werkes 
9. Band, Die Frauen von Neidschütz : Novelle : 1. Band (1832)
Entstehung
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Seine Rede blieb ohne eine andere Antwort, als einen Seufzer, welcher Johann Georgs Bruſt entfloh, und Beide ritten ſtumm und nend verſtimmt weiter.

Sie waren jetzt an den Eingang des Luſtge⸗

büſches gekommen, den ein eiſernes Gitterthor bildete zwiſchen zween hohen Steinpfeilern, von deren jedem ein etwas plump ausgehauener Löwe griesgrämig auf die Nahenden herabſchauete. Hier, wo dem Blick eine gerade Richtung verſtattet war, zeigten ſich ihm die Merkmale der Kunſt, welche dieſen Luſthain ſelbſt in der reizenden Land⸗ ſchaft, die ihn umgab, zu einer ihrer würdigen Zierde geſtaltet hatte. Eine breite Straße mit

üppigem Raſen eingefaſſt, zog ſich durch den

Wald, den von beiden Seiten, nach alt franzö⸗ ſiſcher Gartenkunſt, ſchnurgerade geſchnittene Bu⸗ chenhecken befriedigten, und ſowohl dieſe Straße als die Baumgänge, die in einiger Entfernung neben ihr durch das Gebüſch führten, übertrafen an Länge ſelbſt die Alleen der elyſäiſchen Felder in Paris.

In abgemeſſenen Zwiſchenräumen ſah man damals am Rande des Hauptweges Urnen, ab⸗ wechſelnd mit Bildſäulen, meiſt Liebesgötter dar⸗