Teil eines Werkes 
9. Band, Die Frauen von Neidschütz : Novelle : 1. Band (1832)
Entstehung
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Bergketten, mit Reben bepflanzt ober mit hoch⸗ ſtämmigem Laubwald.

Eben hatte eine kleine Schaar zu Pferde eines jener Thore verlaſſen, deſſen hoher und ſtarker Thurm, der nur noch in der Erinne⸗ rung beſteht, mit der Bildſäule eines der be⸗ rühmteſten Herrſcher jenes Landes verziert war, und ritt dem Felde zu, durch eine Häuſer⸗ reihe, dem erſten Beginnen eines neuen An⸗ baues, der nun längſt zu einem anſehnlichen und bevölkerten Stadtviertel geworden iſt. An deren Ende angelangt, bogen ſie rechts ab auf einem Fußſteige, einem nicht fernen Dickicht zu, welches damals dem erſten Blick nur ein Erzeugniß der Natur oder des Zufalls ſchien, bei der Annäherung aber Spuren pflegender Kunſt darbot.

Es waren fünf Perſonen; drei von ihnen, welche ſich in einiger Enfernung von den An⸗ dern hielten, ſchienen zu denſelben in unterwür⸗ figem Verhältniſſe zu ſtehen, obſchon zwiſchen ihnen ſelbſt eine merkliche Abſtufung des Ran⸗ ges ſtattfinden mochte; denn während zwei von dieſen, in die Farben der Dienſtbarkeit geklei⸗ det, ihre wohlgenährten Roſſe ſtill und ehrſam