Teil eines Werkes 
3. Band (1832)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

252

Geburt fuͤr den Dritten, denn dieſe Herren wol⸗ len nicht, daß man glauben koͤnne, einer wie ſie koͤnnte einen Fehler begehen, geſchweige denn ein Verbrechen.“——

„Ja, ja,“— ließ Einer und der Andere ſich vernehmen,—„eine Kraͤhe hackt der andern die Augen nicht aus.“—

„Sehr natuͤrlich,“— war der Beſcheid,„weil Kraͤhenaugen ein magerer Biſſen ſind. Lieber haͤlt der Raubvogel ſich an wohlgenaͤhrtes Hausgefluͤ⸗ gel als an ſeines Gleichen.“—„Freilich“— ſetzte er achſelzuckend hinzu,—„iſt das Gemein⸗ weſen in Noth, und außerordentliche Umſtaͤnde erfordern außerordentliche Mittel. Loͤblich iſt es nun freilich nicht, auf ſolche Weiſe Geld zu er⸗ preſſen; doch, wie geſagt, die Noth entſchuldigt viel, und ſo koͤnnte dergleichen noch Manchem zuſtoßen, einem Armen jedoch ſchwerlich.“—

Das ſonſt ſo behagliche Gefuͤhl der Wohl⸗ habenheit fiel jetzt wie eine Centnerlaſt auf das Herz der guten Leute; ſie ſahen ſich unruhig an und ruͤckten zuſammen, der Heerde gleich, die den Wolf in der Ferne gewahrt.

„Noch eins,“— fuhr der wohlmeinende Warner fort—„will ich Euch, meine Herren und