4⁵
Stellvertreter und Stuͤtzen; es lebe gleichfalls die Geſammtheit des Volks! In ſolch heilſamem Gleichgewicht wird ſie gedeihen und die alte Stelle nach und nach einnehmen, die ihr ge⸗ buͤhrt unter den geſellſchaftlichen Vereinen des Welttheils!“—
„Es lebe die Republik!“— rief, als ſeine Reihe kam, der Juͤngſte der Anweſenden etwas rauh und mit gluͤhendem Geſicht, und bevor er den Becher leerte, ſtieß er ihn unwirſch auf den Tiſch, daß er einen Theil der rothen Fluͤſſigkeit auf demſelben verſchuͤttete.
„Dem Vaterland iſt es zugebracht,“— ſprach der Alte ſehr laut und mit ernſter Miene —„ſo trinke ich denn auf das Wohl des Va⸗ terlands.“— Wir glauben, daß, nach Anhoͤ⸗ rung dieſer Trinkſpruͤche, der Leſer nicht mehr begierig nach den Toaſts iſt, welche Beate und ihr Hofrath den Umſtaͤnden des Momentes zum Opfer brachten.
„Die Republik habt Ihr leben laſſen, wer⸗ ther Herr!“ ſprach, als nach geſchloſſenem Um⸗ trunk die Tafel aufgehoben worden, der Graf. „Ich glaube nicht, daß Ihr dies Wort in dem Sinne nehmet, den man ihm heut zu Tage


