Teil eines Werkes 
2. Band (1832)
Entstehung
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verſehrt, aber die Greiſe und Weiber und Kin⸗ der hatten ſie bereits verlaſſen; hinweggeſcheucht durch die Naͤhe des Feindes, aber am Rande des Horizonts ſtieg ſchon der Rauch von bren⸗ nenden Ortſchaften auf, und in geringer Ent⸗ fernung toͤnte das Hurrahgeſchrei der Sieger, und jenſeit der Felder blinkte der Glanz ihrer Lanzen und Gewehre heruͤber, droͤhnte der Huf⸗ ſchlag hin- und hereilender Roſſe, der ſchwere polternde Gang des Geſchuͤtzes. Nur Kranke begegneten den Reiſenden, welche auf Nebenwe⸗ gen, die Städte vermeidend, der erſten unter ihnen in dieſem Lande zueilten. Sie richteten die flehenden Augen auf die glaͤnzende Karoſſe, ſie ſtreckten die abgemagerten Haͤnde flehend aus, aber Wenigen ward geſpendet. Der Mohr, über⸗ muͤthig auf dem Kutſchbock, wie einſt auf dem Throne, grinſte ſie haͤmiſch lachend an, die Ge⸗ bieter aber freuten ſich der Vorboten des Elends, das bald allgemeiner werdend, nicht die Niedrig⸗ gebornen oder Niedrigdenkenden mehr allein tref⸗ fen ſollte, ſondern die edelſten Haͤupter, des Va⸗ terlands trefflichſte Buͤrger. Nicht Denen ward Gewaͤhrung, welche flehten, Greis oder Greiſin, mit einer Gabe den zu erfreuen, deſſen Huͤtte nur einſam liege und das Feld unbeſtellt, weil