Teil eines Werkes 
2. Band (1832)
Entstehung
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theidigungslos ſich zu beugen unter den Streichen

der Vergeltung. Alles verſank vor ihren Au⸗ gen, nur dieſe beiden Geſtalten nicht; unver⸗ nommen blieb ihrem Ohr die ernſte Mahnung der Richter, ſich zum Tode zu bereiten, die letz⸗ ten Verwuͤnſchungen der empoͤrten Mitbuͤrger, aber fort und fort ertonte in ihm der Feindinnen Triumph. Ihr Trotz erſtand von dem ver⸗ nichtenden Fall, und ſonderbar genug, in dem Augenblicke, da ſie, ihrer Meinung nach, das Bitterſte des Lebens gekoſtet, erſtand mit jenem zugleich die Liebe zum Leben..

Sie richtete ſich empor in feſter Haltung und begehrte mit langſamer und deutlicher Stim⸗ me das Wort, und wie das Gericht ihr ſolches zugeſtanden, erklaͤrte ſie:„obſchon ſie ſich be⸗ kannt zu Manchem, deſſen ſie beſchuldigt, ſo ſey, wie den Richtern wiſſend, ſolch Geſtaͤndniß ge⸗ ſchehen in der Stunde ſchwerer Anfechtung. Auch ſey, wie gleichfalls zu Tage liege, uͤber mehr denn Eines noch tiefes Dunkel verbreitet, welches aufzuhellen um ſo nothwendiger ſey, als dadurch ebenfalls die Wege beleuchtet werden wuͤr⸗ den, die das Verhaͤngniß ſie gefuͤhrt. Die Pflicht