Teil eines Werkes 
2. Band (1832)
Entstehung
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hinabgezwaͤngt hatte in das Grab; ſie hoͤrte es ruhig mit an und mit einer Aufmerkſamkeit, die ſich kund gab in mancher eingeſtreuten Rede, ſie blieb noch aufmerkſam und ruhig, als nach dem Ausſpruche des toͤdtlichen Beſchluſſes der Verlobte ohnmaͤchtig worden und hinweggefuͤhrt wurde aus dem Gerichtsſaal, auch da noch, als ſein ruckkehrender Freund in wenig Worten er⸗ klärte, wie ſolcher Erſchuͤtterung wohl ſchwerlich ein Leben widerſtehen koͤnnte, verletzt in ſeinen Grundveſten von einer frevelnden Hand. Noch behielt ſie ihre Faſſung, als darauf die Ver⸗ ſammlung, hingeriſſen von ubermaͤchtiger Em⸗ pfindung, in einſtimmigen Weheruf ausbrach uͤber die verruchte Moͤrderin; aber waͤhrend des Getoͤſes war es, als erfaſſe ſie ploͤtzlich etwas mit feindlicher Gewalt, ihre angefangene Rede ſtockte, ihr Antlitz veranderte die nicht mehr erlogene Farbe, eine Stimme hatte widrig ihr Ohr beruͤhrt, und ihr Auge wandte ſich ſchnell und unwillkuͤhrlich nach der Stelle, von welcher dieſe Laute gekommen. Es traf auf die Buͤr⸗ germeiſterin und ihre Nichte, welche in heftigen Worten und Geberden ihren Antheil an der allgemeinen Entruͤſtung darthaten, und dies 5*