Teil eines Werkes 
2. Band (1832)
Entstehung
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ſich ſeine graunvollen Maſſen zu irgend einem neuen Ausbruch.*

Eines Tages, in bereits ſpaͤter Stunde, er⸗ ſchien der Bote, der ſie vor die verſammelten Richter berief.

Als ſie eintrat in den Saal, empfing ſie ein lautes, unwillkuͤhrliches Murren der zahlreichen Anweſenden; denn es war nicht mehr die ſchoͤne Beate, welche ſie vor ſich ſahen; wie die Hand der Gerechtigkeit die Huͤlle abgeſtreift hatte von ihren Thaten, ſo war ihr auch das Blendwerk entzogen, mit welchem ſie durch die Kunſt ihre koͤrperliche Ungeſtalt verdeckte; in ſcheußlicher Wirklichkeit trat ſie jetzt auf in jeglicher Hin⸗ ſicht, und der Abſcheu vor ihrem Thun ward verſtarkt durch ihres Aeußern unerwartet widri⸗ gen Eindruck.

War aber auch von ihrem Geſicht die Schminke herabgefallen, die weiß und roth ſo lange die eigenthuͤmliche Farbe vertreten, ſo hielt die gekraͤnkte Eitelkeit um ſo feſter die Larve, welche, wie ſie meinte, den Beſchauer noch taͤuſchen konnte uber ihr inneres Seyn; nicht ohne Wuͤrde ſtellte ſie ſich dar, beſcheiden

aber feſt war ihr Gang und eben ſo feſt der Blick II. 5