Teil eines Werkes 
2. Band (1832)
Entstehung
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waren eben ſo wenig genuͤgend, als die Aus⸗ ſagen der Jungfer Urſula, welche mehr von dem Zorn gegen den ungeſchlachten Liebhaber als durch Zuneigung zu ihrer Gebieterin, ſich in Vorwuͤrfen gegen den Oſtindier und ſeinen Ne⸗ gerſklaven ergoß, und in Bedauern des Un⸗ gluͤcks, das die Letztere durch jene beiden Land⸗ ſtreicher betroffen. Alles Suchen nach den frag⸗ lichen Koſtbarkeiten war fruchtlos geblieben, und genoͤthigt, wenigſtens in dieſer Hinſicht an Bea⸗ tens Unſchuld zu glauben, war man im Begriff, gegen den verdaͤchtigen Anklaͤger ſtrengere Maaß⸗ regeln zu nehmen; als man ihn aber eines Morgens in engere Haft abfuͤhren wollte, tra⸗ fen die Kerkerknechte ihn entſeelt auf ſeinem Lager.

Solcher Vorfall unter ſolchen Umſtaͤnden konnte leichtlich einer Selbſtentleibung zugeſchrie⸗ ben werden, auch erweckte Urſprung und Farbe des Guineaſohnes, wie andere Wahrnehmungen, einigen nicht unbilligen Zweifel an ſeinem Chri⸗ ſtenthume; da jedoch Vermuthung nicht Gewiß⸗ heit, ſo beſchloß der unbekannten Stadt wohl⸗ weiſer Magiſtrat, die in allen zweifelhaften Fäl⸗ len zu empfehlende Mittelſtraße haltend, bie