aus auf den Flur und horchte auf. Mit Zu⸗ friedenheit uberzeugte ſie ſich, wie kein Laut ſich im Gemache des Fremden vernehmen ließ und die Kammer des Mohren offen ſtand und leer. Nun gaͤnzlich uͤberzeugt von der Abreiſe Bei⸗ der, durch Pforte oder Schornſtein, rief ſie der Dienerin; der Schall ihrer Worte wurde aber nur durch ein dumpfes Winſeln erwiedert und durch ein Klopfen an der Zimmerthuͤr des Maͤdchens.
Das Schloß that ſich dem Hauptſchluſſel auf und der eintretenden Gebieterin ſtuͤrzte Jung⸗ fer Urſula entgegen, blaß, mit geſtraͤubtem Haar, mit verweinten Augen und bebenden Lippen.—
„Weiß es die geſtrenge Frau ſchon?“ ſchrie ſie ihr zu, und als dieſe nicht ohne Beſtuͤrzung verneinte, fuhr ſie mit gewaltſamen Geberden fort:„Todt liegt er drinne, mauſetodt, der fremde Herr! Die Augen ſtehen ihm zum Kopfe her⸗ aus, tellergroß, und den Mund hat er offen, daß er gar graulich anzuſehen iſt.“——
„Todt? Der waͤre todt?“ fragte Beate in einem Tone, in welchem ſich Unglauben und Schrecken miſchten bis zu einer gewiſſen Ver⸗


