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hat in Euren Augen minderen Werth als in den ihrigen, und ich mag Euch darum nicht tadeln. Mit Gleichguͤltigkeit ſieht Euer beſchei⸗ dener Sinn auf die Stelle, welche Ihr in der Geſellſchaft einnehmen wuͤrdet an meiner Hand, zufrieden mit einer beſchraͤnktern Lage in lobens⸗ werther Maͤßigung, achtet Ihr des Reichthums nicht, den ich mit Euch theilen wuͤrde, und ſo ſehet Ihr nur den alternden Junggeſellen in mir, kein wuͤnſchenswerther Gegenſtand fuͤr die jugendliche Frau. Ihr ſcheuet Euch, Euer fri⸗ ſches Leben an das Lager des Kraͤnkelnden zu feſſeln: vielleicht iſt dieſe Furcht ungegruͤndet, denn ich wuͤrde geneſen in der Pflege einer treuen Genoſſin, welche keine Schaͤtze dem Einzelnen gewaͤhren, die Unſtaͤtigkeit, welche uͤber die Ju⸗ gendjahre hinaus mich begleitend, nachtheilig auf den Leib wirkt, wie auf den Geiſt, wuͤrde beſchwichtigt werden im haͤuslichen Frieden, deß ſchoͤnes Bild zum erſten Male recht lebendig vor mich trat, als ich Euch ſah. Doch ich verarge es Euch nicht, nur das, das muß ich beklagen, daß Ihr Hoffnungen erregtet, daß Ihr ſie un⸗ terhieltet, da Ihr doch geſonnet waret, ſie zu taͤuſchen.“—


