Teil eines Werkes 
2. Theil (1816) Die geheimnisvolle Fremde
Entstehung
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auch konnte ich nicht ohne den groͤßten Schmerz

die auſerordentliche Bewegung, und die faſt an Abſchen gränzende Kaͤlte bemetken, die jeder ſprechende Blick der zitternden Braut zu erkennen

gab. Dennoch, wenn irgend ein Mann geſchaf⸗

fen war Liebe einzuſtößen, und jede Eigenſchaft

beſaß, ſich dieſelbe zu erhalten, ſo war es Lord

D—. Sein Geſicht und ſeine Geſtalt gehoͤr⸗

ren zum erſten Rang maͤnnlicher Schoͤnheit, und

was das Gemuͤth und Vorzuͤge mancherley Art

— betraf, kannte ich nie ſeines Gleichen; demohn⸗ geachtet ſchien es mir, als wenn die Frau, der

er ſeine Ehre und ſein Gluͤck vertraute, ihm ih⸗

re Hand faſt mit Abſchen und Entſetzen gab,

3 und ſich mehr als ein dargebrachtes Opfer, als eine gluckliche Braut, betrachtete. Allein der Bräutigam, gänzlich durch Leidenſchaft geblen⸗ det, ſah nur angemeſſene Sittſamkeit ihres Ge⸗ ſchlechts in dem Betragen dieſes unerklaͤrlichen