Teil eines Werkes 
1. Theil (1816) Der Schein ist gegen sie
Entstehung
Einzelbild herunterladen

37

ben, in der ſich Schere, Zwirn, u. dgl. be⸗ fanden, um die Baͤnder an ihren Schuhen zu befeſtigen, die im Tanz losgegangen wa⸗ ren. Zu dieſem Zweck begab ſie ſich hinter einen Schirm, der zwiſchen der Thuͤr und den Spieltiſchen ſtand, und als ſie damit be⸗ ſchaͤftigt, oͤffnete ſich die Thuͤr des Zimmers und ſie hoͤrte Hauptmann Clinton ſagen: „Halt, Vane, halt!— noch ein Wort. Sey nicht hartnackig— laß Miß Mor⸗ daunt vorſtellen.“

„Nie!“ erwiederte der Oberſt,„nie— ſie iſt eine ausgemachte Coquette, und was ich geſehn habe beſtaͤtigt den den ich von ihr hoͤrte.“*

„Dieß iſt alles Vorurtheil,“ erwiederte Clinton mit leiſer Stimme,„und wenn du ſie kennteſt wuͤrdeſt du ſie verehren.“

„Ihre Schoͤnheit wohl; aber glaube mir, mein Urtheil wuͤrde das Weib verachten.“