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In dieſem Augenblicke wurde das Eſſen gemeldet, und man begab ſich in den Speiſeſaal.
„Sie haben uns nichts davon geſagt, daß wir in Mrs. Frederick eine ſolche Schönheit finden würden,“ flüſterte der alte Herr der Mrs. Eaſtwood zu,„und ſo ganz nach der Mode. Sie ſagten Mrs. Frederick, nicht wahr? Kein Titel? Ach, nun bin ich beruhigt. Ich fürchtete ſchon mich geirrt zu haben. Erlauben Sie mir, Ihnen zu der reizenden Glück zu wünſchen.“
„Ja, ſie iſt ſehr hübſch,“ ſagte die arme Mutter.
„Hübſch? Eine Göttin, theuerſte Frau, eine wirk⸗ liche, wahrhaftige Göttin!“ ſchrie der alte Herr.
Während der halben Eſſenszeit grübelte Mrs. Eaſtwood darüber nach, was wohl ihrem alten Be⸗ kannten widerfahren ſein könne. Hatte ihm die Hitze in Barbados das Gehirn eingetrocknet, oder machte er ſich nur über die junge Frau luſtig? Das war aller⸗ dings ſchwer zu entſcheiden, denn er fing ſogleich eine ſehr lebhafte, galante Unterhaltung mit der ſchönen Amanda an, die nicht weit von ihrer Schwiegermutter
ſaß. Es fehlte nicht viel, ſo hätte dieſe völlig die
Geduld verloren, als ſie das Geſchwätz des verliebten Alten mit anhören mußte. Wollte er nur Amanda aushorchen oder war er in jener oft ſo unbegreiflichen


