üppig aber doch ſchlank, Arm und Hand ideal ge⸗ formt. Auch alle ihre e waren ſo gra⸗ ziös und geſchmeidig, daß ſie unwillkürlich die Auf⸗ merkſamkeit feſſelten, und daß, e länger man ſie an⸗ ſah, deſto mehr das unpartoſche in ihren Zügen verſchwand, welches auf den erſten Anblick dem Auge anſtößig geweſen. Man gelangte am Ende dazu, ſie einnehmend zu finden.
Außer Cäcilia treffen wir noch die Lieutenants Brunel und Moritz Krutén ſammt Amy' altem Oheim, dem Kämmerer Erik Ström.
An einem ſchönen Abend zu Anfang Juni's hatte der Baron einen Spazierritt vorgeſchlagen, doch nur für diejenigen, welche Vergnügen daran fänden; die Uebrigen ſollten die Promenade zu Wagen machen.
Das Ziel war eine in der Nachbarſchaft befind⸗ liche Ruine.
Man berieth eben, wer wohl am eheſten reiten, wer fahren ſollte; da trat Brunel auf Amy zu und fragte:
„Amy, Du reiteſt ja am beſten unter den Damen und gedenkſt darum nicht zu fahren?“
Sie ſah ihn unentſchloſſen an, antwortete aber:
„Ich glaube, Oſſian ſieht es ſehr gern, wenn ich fahre.“ „Hat er dieſen Wunſch geäußert?“
„Nein, aber ich leſe ihn in ſeinem Angeſicht. 2 „Mache dich dieſes Mal blind dafür.“ Amy warf Brunel einen zweifelnden Blick zu


