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ihm zu ſprechen, wenn Sie es' erlauben.“ Dabei machte er Miene, in das Zimmer zu treten.
Ganz unwillkürlich trat das Mädchen zur Seite, allein der Jüngling erfaßte Oskar's Arm und ſagte ernſtlich bittend:
„Bitte, gehen Sie nicht hinein, mein armer Vater wird ſehr niedergeſchlagen, wenn er Fremde ſieht.“
Es lag etwas Rührendes in dem Tone, womit der junge Mann ſprach; doch Oskar, wie von einer innern Stimme getrieben, ließ ſich nicht aufhalten, ſondern betrat im nächſten Augenblick das ſchlecht möblirte Zimmer, wo die Armuth deutlich und unge ſchminkt vor ſeinen Augen ſtand. Die Thür einer an⸗ ſtoßenden Kammer wurde geöffnet und ein Mann mit
grauem Haar und gebeugtem Körper trat aus derſel⸗ ben hervor.
Beim Anblick des fremden Mannes blieb er ſtehen, richtete ſich empor, blickte Oskar an und fragte in ſcharfem Tone:„Was ſuchen Sie hier, mein Herr?“
Oskar antwortete nicht ſogleich, er betrachtete ſich das früh gealterte Geſicht mit den unverwüſtlichen Spuren männlicher Schönheit. Er erkannte daſſelbe wie⸗ der, obgleich Zeit und Leiden es ſelbſt für ihn kaum erkennbar gemacht hatten. 16*


