Teil eines Werkes 
2. Band (1875) Um das 17. und 21. Jahr / von Marie Sophie Schwartz ; aus dem Schwedischen von Emil J. Jonas
Entstehung
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Gib die Uhr her, ehe Du gehſt! befahl Axel, indem er die Hand nach derſelben ausſtreckte.

Geh'! rief ich heftig, als Alfred die Hand zur Weſtentaſche führte.

Alfred verließ das Zimmer, und ich verſchloß die Thür hinter ihm. Was ich Axel ſagte, weiß ich jetzt nicht mehr, aber es waren harte Worte, die Axel all den Abſcheu, welchen ſeine Lebensweiſe mir einflößte, und all die Erbitterung, die meinem Herzen innewohnte, klar darlegte; ich warnte ihn vor dem Haſſe, den zu erwecken er auf dem beſten Wege war.

Axel hatte einen ſchwachen Charakter und meine ſchonungsloſen Worte übten für den Augenblick ihre Wirkung auf ſeine abgeſpannten Nerven aus, ſodaß er an dieſem Abend zu Hauſe blieb. Er warf ſich auf das Sopha, wo er unbeweglich liegen blieb. Alfred gab ich den Auftrag, nach der Stadt zu gehen, der ihn einige Stunden vom Hauſe entfernt hielt.

Ich ſelbſt ſetzte mich an das Fenſter in dem äußern Zimmer, faltete die Hände, ſtützte meinen Kopf in dieſelben und betete. Ich ſtammelte das ſündhafteſte Gebet, welches ein Sterblicher zu beten vermag: ich flehte zu Gott um den Tod eines Menſchen. Als ich mich nach langer Zeit erhob und einen Blick in das andere Zimmer warf, ſah ich meinen Mann ruhig