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Abſchied nahm. Er bat mich, ihm das Böſe zu ver⸗ zeihen, das er mir zugefügt, und erklärte, daß er nicht eher zu mir zurückkehren würde, als bis er ſich eine ſelbſtſtändige Stellung errungen hätte. So trenn⸗ ten wir uns.
Zehn Thaler bildeten meine ganze Baarſchaft. Nur zu bald waren ſie aufgezehrt und ich ohne alle Mittel. Gott allein weiß es, was ich in meiner Ver⸗ zweiflung und unvermögend, wie ich war, mich für die Zukunft einzurichten, gethan hätte, wenn nicht Axel's Onkel nach der Hauptſtadt gekommen wäre. Er beſaß kein Vermögen und hatte eine ziemlich große Familie, und was er zu opfern vermochte, war nur eine Aus⸗ hülfe für den Augenblick. Onkel Liljeborg war indeß nicht von denjenigen, die eine unglückliche Frau und ein verlaſſenes Kind ihrem Geſchick überlaſſen, nachdem ſie ihnen ein Almoſen zur Beruhigung ihres eigenen Gewiſſens hingeworfen haben. Er prüfte gewiſſenhaft nach allen Richtungen, was ich an Kenntniſſen und Fertigkeiten beſitzen möchte, und ſann über die Mittel nach, durch welche ich möglicherweiſe den Unterhalt für mich und mein Kind würde verdienen können. Das Reſultat dieſer Ueberlegung war, daß ich mit ihm nach K. gehen und mich vorläufig dort als Putz⸗ macherin niederlaſſen ſollte, und wenn es mir gelänge,


