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in die ich durch Unbedachtſamkeit gerathen bin, und ich verſpreche bei Ehre und Glauben, meine Lebens⸗ weiſe fortan gänzlich zu ändern!“
„Laß uns dies Geſpräch abbrechen“, fiel Gertrud ungeduldig ein;„Du gabſt mir ja daſſelbe Verſprechen, als ich damals Deine Schulden bezahlte, ohne es zu halten; ebenſowenig wirſt Du es jetzt thun. Deine Lebensweiſe hier in meinem Hauſe trägt das Zeugniß, daß Du ein Mann biſt, der weder Treue noch Glau⸗ ben beſitzt. Laß uns deshalb nicht weiter über die Sache ſprechen; ich bin unerſchütterlich in meinen Be⸗ ſchlüſſen. Verzeihe, die Pflicht ruft mich zu meinem Vater.“ Gertrud entfernte ſich ſchnell von ihrem Schwa⸗ ger, indem ſie dachte:
„Wenn er der Schuldige wäre!“
Nach einem ſtärkenden Schlafe und der Wirkung der von Eduard zubereiteten Medizin fühlte ſich der Lieutenant beſſer und vermochte bereits ſein Mittags⸗ mahl mit gutem Appetit zu genießen. Gertrud war den ganzen Tag bei ihm geweſen und ſelbſt Iſabella hatte ihn eine Weile beſucht, ſchien aber zu ſchwach zu ſein, um längere Zeit bleiben zu können. Die Kam⸗ merräthin erfüllte die Pflichten einer Wirthin gegen die wenigen Gäſte.


