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Gertrud verneinte kopfſchüttelnd.
„Haben Sie Ihren Schlüſſel bei ſich?“ fragte Oviſt.
„Nein, derſelbe liegt in meinem Schreibtiſch, und hier iſt der Schlüſſel zu demſelben.“
„Wie konnte denn der Dieb zu dem Inhalte des Pultes gelangen, ohne daſſelbe gewaltſam zu erbre⸗ chen“, entgegnete OQviſt.
Beide ſahen einander fragend an..
Der Lieutenant trat ein.
„Was iſt geſchehen?“ fragte er und bevor Ger⸗ trud zu antworten vermochte, hatte Qviſt die nöthige Auskunft bereits ertheilt.
„Der Dieb iſt nicht außer dem Hauſe zu ſuchen“, ſagte darauf der Lieutenant zögernd,„ſondern——“
„Lieber Vater, erlaube, daß wir alle Muthmaßun⸗ gen aufgeben“, unterbrach ihn Gertrud mit bittender Stimme;„ich wünſche, daß wir bis auf Weiteres den Diebſtahl vor Jedermann verſchweigen, weil ich dann hoffen darf, in Erfahrung zu bringen, wo das Geld geblieben iſt.“
Des Lieutenants Augenbrauen zogen ſich zuſam⸗ men und der Verwalter betrachtete Gertrud mit einem Blicke, in dem ſich deutliche Unzufriedenheit ausſprach. Gertrud ergriff die Hand des Vaters und ſagte: „Lieber Papa, ſchau' nicht ſo verdrießlich drein;


