Teil eines Werkes 
1. Band (1875) Gertrud's Zukunftstraum / von Marie Sophie Schwartz ; aus dem Schwedischen von Emil J. Jonas
Entstehung
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Wenn Du nicht mit Ruhe zuhören kannſt, was ich zu ſagen habe, ſo werde ich mich entfernen, ſagte Gertrud.Merke wohl auf, Iſabella! Es iſt ein gewichtiger Augenblick für Deine Zukunft und kannſt Du Deine egviſtiſche Eiferſucht nicht beherrſchen und Deiner Vernunft nicht gebieten, meinen Worten zu lauſchen, ſo machſt Du es Dir ſelbſt und Andern un⸗ möglich, Dir den Weg zu zeigen, den Du zu gehen haſt.

Gertrud hatte mit einem ſo ruhigen Ernſt ge⸗ ſprochen, daß dies Eindruck machen mußte. Eiferſucht und alle dieſe gewaltigen Gefühle, welche Iſabella be⸗ herrſchten, wurden plötzlich herabgedrückt.

Sie ſtreckte die Arme gegen die Schweſter aus und ſagte:

Sprich, ſprich! Ich werde hören und Dir folgen.

Gertrud ſprach aus der Tiefe ihres warmen und redlichen Herzens. Sie zeigte Iſabella die Nothwen⸗ digkeit, ſich als Frau um ihr Haus und die ökvno⸗ miſche Lage ihres Mannes beſſer zu bekümmern, ſowie ſeiner Neigung zur Verſchwendung entgegen zu arbei⸗ ten. Sie verſchwieg ihr nicht, daß der beſte Ehemann durch ſeine Frau ermüdet werden müſſe, die unabläſſig um ſeinen Hals hänge, und ſie ſchloß damit, daß ſie der Schweſter vollſtändig klar legte, in wiefern es nur