Papa Johann gab ſeiner Tochter eine prachtvolle Ausſtattung, allein nicht einen einzigen Oere als Mit⸗ gift und veranſchlagte für die jungen Leute viertauſend Reichsthaler jährlich zum Unterhalt. Dies war für den jungen Ehemann ein vollſtändig unerwartetes Er⸗ eigniß, da er ſofort nach ſeiner Heimkehr in die Haupt⸗ ſtadt von vielen Creditoren belagert wurde. Die junge Gattin ſah ſich daher ſofort genöthigt, an den Vater zu ſchreiben und ihn um Hülfe zu bitten. Sie waren damals nur einige Wochen verheirathet. Der beſorgte Vater kam nach Stockholm, ordnete die Verhältniſſe ſeines Schwiegerſohnes, aber verminderte das Einkom⸗ men deſſelben auf dreitauſend Thaler.
Papa Axenberg war nicht der Mann, mit dem in Geldangelegenheiten gut zu verkehren war, und bei dieſer Gelegenheit gab er ſeinem Eidam die Warnung, von ihm in Zukunft keine Hülfe zur Deckung ſeiner Schulden zu erwarten. Nachdem der Herr Lieutenant ſchuldenfrei geworden war, vergaß er die Warnung und glaubte ſich nicht mehr wegen ſeiner Frau oder
wegen ſeines Schwiegervaters geniren zu ſollen.
Die junge Frau ſollte bald zu ihrem Leidweſen erfahren, wie gleichgültig ſie ihm war, und bald ge⸗ nug ſollte ſie hören, daß ſie eine ungezogene dirne“ ſei.


