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Die Leidenschaften : eine Erzählung / von Marie Sophie Schwartz ; aus dem Schwedischen von Dr. Otto gen. Reventkow
Entstehung
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nes; aber er erhob ſich, ſchaute mit einem kecken und ſtolzen Blick empor und ſagte:

Ja, morgen werde ich eines großen Reichthums theilhaftig und habe eine glänzende Zukunft vor mir.

Möchte ich, doch dieſen Tag erleben! Schicke nach meinem Beichtvater, ſprach ſie mit matter Stimme.

Er ſtand auf.

In der Thüre begegnete er einem Manne im mittleren Alter, von hoher, gerader Geſtalt und von einem edlen, aber ſtrengen Aeußeren. Dieſer ging, ohne ein Wort zu ſagen, an dem jungen Manne vorbei.

Gehe, mein Sohn, ich will mit Triſtan allein

ſein, gjagie die Mutter, als jener ſtehen blieb.

Der Sohn ging.

Das Bekenntniß, welches Du vor Deinem Kinde abgelegt, habe ich Ich horchte hinter den Thürvorhängen verſteckt.

Nun gut?.. Die Kranke zitterte.

Ich bin nicht Dein Richter und auch nicht Dein

Beichtvater; ich habe Dir nichts zu ſagen.

Du biſt mein Bruder. Leiderl

Du kannſt Dein Verſprechen an meinen Sohn nicht zurücknehmen wollen. Er kann ja nicht für meine Verbrechen.

Nein, aber meine Tochter kann nie die Schwiegertochter einer Giftmiſcherin werden.

Aber die Hochzeit iſt ja auf morgen feſtgeſetzt.