Teil eines Werkes 
1. Band (1864)
Entstehung
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Bromér hatte Lotta ausdrücklich geſagt, daß ſie Elvira kein Band auflegen dürfe, ſondern daß das Kind frei und ungezwungen die Annehmlichkeiten des Landlebens genießen ſollte.

Lotta, der es im Allgemeinen ſchwer fiel, zu ir⸗ gend Etwas, das Elvira wünſchte, nein zu ſagen, fügte ſich mit wirklicher Freude dieſem Befehle, und es gab nur einen Punkt, in welchem das Mädchen gehorſam ſein mußte, nämlich, daß es ſich nie ſchlafen legen und nie aufſtehen durfte, ohne ſein Gebet zu verrichten.

Während Elvira in der Gegend herumſtreifte, pflegte Lotta auf der Plattform vor der Hausflur mit ihrer Arbeit zu ſitzen, und dann traf es ſich meiſtens, daß die Propſtin ſich nebenJungfrau Lotta niederließ.

Während der erſten Wochen beſtand ihre Conver⸗ ſation hauptſächlich in Fragen und Antworten.

Es war eine ganze Menge Dinge, über welche die wißbegierige Propſtin Auskunft zu erhalten wünſchte, und obgleich Lotta's Mittheilungen nicht ſehr viel Aufklärung enthielten, ſo gaben ſie doch Gelegenheit zu Schlußſätzen.

So hatte ſie z. B. Lotta gefragt:

Iſt Elvira Herrn Bromér's Tochter?

Lotta's Antwort war ein einfaches Ja; aber wenn nun die Frage nach folgte, dann konnte die Propſtin nur ſo viel erfahren, daß ſie ge⸗ ſtorben ſei, und auf die Frage, wie viele Jahre es her ſeien, daß Herrn Bromér's Frau geſtorben ſei, hatte Lotta geſagt, daß ſie darüber keinen Beſcheid wüßte.