„Ich dachte nicht, daß dir der kleine Teufel ſo feſt ans Herz gewachſen wäre,“ bemerkte Thom in höhniſchem Tone.„Nun, ſei außer Sorge, ich will mich ſo gegen ihn benehmen, als ob er dein eigener
Sohn wäre, und ihn mit keinem finſtern Blicke be⸗
leidigen. Uebrigens ſteht dir der Junge vielleicht
näher, als mancher vielleicht glauben mag.“ Während er noch ſprach, erſchien Räuter auf dem
freien Platze vor dem Forſthauſe, deſſen Eingange
er mit ſchnellen Schritten zueilte.
„Der bringt gewiß eine wichtige Nachricht,“ ſagte der Biebreſche Schreiber,„ich will boffen⸗ daß es nichts Schlimmes iſt.“
Räuter trat ein;z er grüßte ſeine Genoſſen mit
eeinem etwas unterdrückten Tone.
„Es handelt ſich um eine wichtige Rnlege
heit,“ ſagte er. „Was iſts?“ fragte Jean Beg.
„Ich ſah vorhin zwei Gensd'armen über die
Höhe des Felſengipfels herabkommen; ſie haben den
Weg hierher gewählt und werden in einer Viertel⸗ ſtunde beim Forſthauſe angelangt ſein.“ „Hierher ſollen ſie nicht kommen!“ rief Thom,
der Waldhüter, indem er haſtig aufſprang.„das will ich den Schuften verwehren.“


