wurde. Der Weg durch den Wald war in einem ſehr übeln Zuſtande, weshalb die Fahrt nur langſam von Statten gehen konnte. Als man jevoch die Land⸗ ſtraße erreicht hatte, begannen die Pferde etwas ſchneller zu traben, wobei der Arreſtantin mit jedem Schritte das Herz heftiger zu ſchlagen
g.
Ueberall, wo der Wagen hindurch kam, erregte ſein Erſcheinen Staunen und Verwunderung, man machte lange Hälſe und erſchöpfte ſich in allerhand
Vermuthungen über die Gefangene, die nicht aufzu⸗
blicken wagte und das thränenfeuchte Auge zu Boden
gerichtet hielt.
Gegen Mittag erreichte das Fuhrwerk den Ort, wo Blondine dem daſelbſt beſinvlichen Gericht über⸗ geben werden ſollte; ſie verließ mit ihrem Kinde den Wagen und wurde von ihren Begleitern nach einem Gaſthofe gebracht, wo ſie bis nach Tiſche bleiben
ſollte, um da vor den Richter geführt zu werden.
Nachdem ſie ein kleines Zimmer eingenommen, ihr Kind geſtillt und nur wenig genoſſen hatte, über⸗ ließ ſie ſich ihren Gedankenz ſie ſann hin und her,
was wohl eigentlich die Urſache ihrer Verhaftung ſein könne, obwol es ihr Inneres ſagte, daß es m Bezug auf die Vorgänge im geſchehen ei


