rechten Großmeiſter! Wir folgen ſeinem Auftuf— und ſtreiten!
Jetzt wandte ſich Siehmund forſchenden Blicks zu feinem jungen Weibe, und wie groß war ſeine Freude, als es ihn freundlich anlächelte.„Mathilde! und Du weinſt wirklich nicht?!“ rief er entzuckt und umſchlang ſie innig.
„Warum ſollt' ich traurig ſein, Theurer,“ er⸗ wiederte ſie feſt;„fordert es nicht Deine Pflicht, dem Ungluͤcklichen beizuſtehen? Ich wuͤrde nur ſcham⸗ roth Dich davon abhalten können!“— Kräftig zog ſie ſein ſchweres Schwert aus der Scheide und uͤber⸗ reichte es ihm:„Kämpfe und ſiege!“—(ſich zärt⸗ lich anſchmiegend) Nur vergiß nicht— wenn Du in heißer Schlacht ſtreiteſt, wenn Blut in Stroͤmen fließt, wenn ſcharfe Speere, blanke Klingen auf Dich blitzen— daß auch ein liebendes Weib daheim Dei⸗ ner harret! ſchone fuͤr ſie Dein Leben— denn
Dein Tod wuͤrde auch der ihrige ſein. Biſt Du
Sieger, dann kehre ſo ſchnell als möglich zu Dei⸗ ner Mathilde zuruͤck, und wir wollen das Feſt unſ⸗ rer Vermaͤhlung zum zweiten Mal feiern und uns Deiner ritterlichen Thaten freuen!“


