wenden, manche Nacht an ihrem Lager wachen, um jeden Ruͤckfall zu verhuͤten. Die raſtloſe Thaͤtigkeit dieſes Greiſes, der ſt bei der rauheſten Witterung ausging in dichte Wild⸗ niß, unter Schnee und Eis wirkſame Wurzeln her⸗ vor zu ſuchenz der Nächte lang ſich den ihm ſo no⸗ thigen Schlaf abbrach, um der Herrin hilfreich bei⸗ zuſtehen, dieß Alles ruͤhrte den Wildgrafen ſehr, und als endlich Friſche der Geſundheit Frau Marias Wangen wieder röthete, als ſie das Krankengemach völlig hergeſtellt nun verlaſſen konnte— da um⸗ armte uud dankte er herzlich dem Retter ſeiner an⸗ gebeteten Gemahlin, und drang ihm das Verſprechen ab, die Burg nie mehr zu verlaſſen, den Reſt ſei⸗ nes muͤhevollen Lebens hier in ungeſtörter Ruhe zu beſchließen.— In Allem war der von jedem Burg⸗ bewohner hochgeachtete Gaſt ſo offen, ſo freimuͤthig, nur zu Nennung ſeines Familiennamens ließ er ſich
nie bewegen.
„Ich bin Bruder Martin,“ ſo lautete jedesmal ſeine kurze Antwort, und eines Tages, da Ritter Wolfram ſeine oft gethane Frage wiederholte, ſagte er tief aufſeufzend:„Ich habe große Ahnen! aber


