210 WMw weheten droben die Fahnen des Haͤufleins, welches der groͤßte der Koͤnige dorthin be⸗ ſchieden. Und als die Tapfern friedlich die Klippen verlieſſen, im offnen Felde ſich mit den Heeren des Hochgebietenden zu vereinen, erſcholl die Poſaune des franzoͤſiſchen Heeres bis zum Ufer der Seine: i ſei erobert! i
Von Zeit zu Zeit erſteigt noch jetzt ein
kreuzender Ritter die Felſenhöhe, die entſetz⸗ liche Tiefe des Brunnens zu ermeſſen, oder
das Felſengewoͤlbe der oͤden Kapelle zu be⸗ ſuchen. Aber ſo viele Kieſel hat die Neu⸗
gierde eines halben Jahrhunderts nun in dem
Borne gehauft, daß er wohl halb verſchuͤt⸗ tet ward, und auf dem, einſt der Andacht ge⸗
weihten Geſteine, niſten Fledermaͤuſe und Käuz⸗
chen. Wunderherrlich jedoch breitet neben dem Klippengethurme hier die bluͤhende Aue gen Halberſtadt, dort eine endloſe Huͤgelkette ſich
aus gen Quedlinburg, und uͤber Blanken⸗


