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Wundervolle Sagen und abentheuerliche Geschichten aus alter Zeit / von Fr.G. Nagel
Entstehung
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denn ehedem. Es war eine gar liebliche Blu⸗ me, entſproſſen dem heiligen Boden ſchuldloſer MNatur und duftend im reinſten Aether ſorgen⸗ freier Huͤgel. Sie zählte faſt achtzehn Som⸗ mer, im Herzen ein Kind, am Koͤrper gereift, voll Einfalt der Sitten. Was jede Maͤdchen⸗ ſeele bewegt, das hob auch Minnewarts klopfen⸗ des Herz, und röthete ihre glühende Wange in heimlicher Glut, uͤberraſchte ſie ſi ch am Waſſer⸗ ſtiezet nachfinnend der Rie F*

Kaum ehn xit liebte? Nur eine ſtille Sehnſucht regte ſich bisweilen in ſchuldloſer Seele, ſchritt von des Rachbars ſtatt⸗ lichen Soͤhne der rechte vor ihrem Huͤttchen vorber. Doch kaum öffnete ſich das wonnige Auge dem ruſtigen Jünglinge zu danken, wenn er freundlich nickend gruͤßte; ſo traten die An⸗

dern auch ſchon aus der Pforte, vom Neide

getrieben, und kein freundlicherer Blick durfte

dei heimlich Geliebten den Sieg uber die B der verrathen. Wer der Beguͤnſtigte wäte, wußte ſo wenig der Vater, als der Jüng⸗

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