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uͤber Heilbron und Heivelberg in den großen
blauen Rhein: da wohnte einſt ein Bauers⸗ mann, ſchlicht und recht; hatte ſeine Huͤtte, mit Binſen gedeckt, drei wackere Soͤhne drin⸗
nen, ſchoͤnen Garten und uͤppige Wieſen drauſ⸗
ſen. Der aͤlteſte ſeiner Soͤhne hieß Friede⸗ mund, ein kluger, edelgeſtalteter Juͤngling, vor Andern im Dorfe belobt wegen ſeines ſtattlichen Wuchſes und ſonderlicher Geiſtesga⸗ ben. Nur einen Fehler hatte Friedemund, ſonſt der ſchoͤnſte Knappe des Dorfs; er war lecker, trank gern vom ſuͤſſeſten Safte der Re⸗ ben, ſchnitt ſeine Scheiben vom ſchoͤnſten Wai⸗ zenbrote, und wuͤrzte den Biſſen mit Butter
aus duftender Maienzeit.*
Der andere ſie Golderich, faſt lie⸗ benswuͤrdiger und kluͤger noch, als der leckere
Friedemund, eine heimliche Freude der Mäd⸗
chen im Doͤrflein, wenn die Jugend am
Firchweihfeſte auf grünendem Raſen zu Tanz . und Spielen ſich ſammelte. Aber auch ih atte Mutter Natur einen Stachel ins Herzge


