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222 untereinander auswechſelten und ſich ihre Stichworte gaben, vor Kurzem ſo bedeutſam begonnen hatte. Beſonders war es der Fürſt Platon Zoubow, deſſen plötzliches Wiedererſcheinen am Hofe eine un⸗ geheure Wirkung auf die ganze verſammelte Geſell— ſchaft ausübte und der jetzt der Gegenſtand aller Bemühungen und Bemerkungen im Saale geworden zu ſein ſchien. Man ſtrömte von allen Seiten ſchmei⸗ chelnd und huldigend zu ihm herbei, denn man konnte es ſich nicht anders denken, als daß der letzte Lieb⸗ ling Katharina's, welchen der Czar Paul plötzlich wie⸗ der zu ſich gerufen, zu einer neuen großen und mäch⸗ tigen Rolle in Petersburg beſtimmt ſei. Zwar wurde in der Geſellſchaft Manches über dieſe Rückberufung geflüſtert, was nicht gerade angenehm und bedeutend klang, und am allgemeinſten wurde erzählt, daß der Fürſt durch ſein letztes Abenteuer in Kurland dazu die Veranlaſſung gegeben habe, denn Platon hatte ſich dort zur großen Beſchwerde des alten Herzogs längere Zeit aufgehalten, und war eben beſchäftigt geweſen, die älteſte Prinzeſſin von Kurland, ein Mäd⸗
chen von außerordentlicher Schönheit und von ihrer Mutter mit den größten Reichthümern begabt, mit offener Gewalt zu entführen, als der alte Herzog,


