———————,——————————
196
ſeine innere Feigheit und Schlechtigkeit durch eine armſelige Nachgiebigkeit gegen die Kälte verrathe. Der Soldaten- und Mannesmuth wollte daher von jetzt an auf Befehl des Kaiſers auch in der Verachtung der Kälte, die anſtändiger Weiſe nicht mehr wahrgenommen werden durfte, leuchten.
Der Czar war jetzt ſogleich nach ſeinem Heraus treten aus dem Palais zu den Regimentern hinüber gegangen, denn die neuen Exercitien, die er ſelbſt leitete, mußten allen andern Geſchäften vorangehen und denſelben gewiſſermaßen erſt ihre würdige Unter lage und Einfaſſung ertheilen. Der Czar ſtand jetzt, umgeben von ſeinen Söhnen und ſeinen General⸗Ad jutanten, vor den Soldaten, welche heut in der neuen, von Paul aufgeſtellten Methode, zu marſchiren und zu exerciren, zuerſt geprüft und geübt werden ſollten. Ein gewaltiger Eifer hatte ſich Pauls bemächtigt, als er jetzt an die mit allen ſeinen Lieblingsideen zuſam menhängende Arbeit ging, die ihn zugleich auf das Leidenſchaftlichſte aufzuregen begann. Mit bloßem Kopf, das Geſicht frei und ohne Scheu dem tobenden Winde entgegengeboten, ſtand der Czar da und ſam melte in ſeiner Perſon das Hauptintereſſe der vor gehenden Handlung. Die eine Hand trug er ganz


