Teil eines Werkes 
2. Abtheilung, Czar Paul und sein Volk ; 1. Band (1861)
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einigte, war Gatſchina entſtanden und mit einer wun⸗ derbaren Energie und Schnelligkeit aus dem Erdboden 3 heraufgeſtiegen.*) Der Grofßfürſt lebte ganz in dieſer Beſchäftigung und die Czarin ſelbſt wurde dafür all—

mählig ſo eingenommen, daß ſie den neuen Bau mit

den reichlichſten Geldmitteln unterſtützen ließ.

So war dieſe wunderliche, in manchem Betracht lächerliche Stadt emporgewachſen, die, auf vielen kleinen Hügeln zerſtreut, um den See oder um mehrere Bäche ſich gruppirend, oder am Waldpfad entlang in einen Abgrund hinunterſteigend, in einer nicht geringen An⸗ zahl von Straßen und Häuſern ſich ausdehnte. Aber die Stadt Paul's hatte durchaus kein gaſtliches und freundliches Ausſehen gewinnen wollen, die Häuſer ſahen nicht recht geeignet für den Aufenthalt von Menſchen aus und ſchienen hier und da wie Storch⸗ neſter in der Luft zu ſchweben oder als Straßzellen für arme, des Lichtes für unwürdig befundene Ge⸗ fangene dienen zu ſollen.

Obwohl ſich der Großfürſt mit unabläſſiger An⸗ ſtrengung bemühte, Menſchen nach Gatſchina herein— zuziehen, mit ganzen Familien dort anſäſſig zu machen und auch durch die Anlage von Fabriken und gewerb⸗

*) Masson mémoires secrets III. 387.