Teil eines Werkes 
1. Abtheilung, Der Großfürst ; 1. Band (1861)
Entstehung
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ſchloſſen hatte, den jungen Grofßfürſten Paul, obwohl

1 er kaum in das zwanzigſte Jahr getreten war, an eine deutſche Prinzeſſin zu vermählen.

Jetzt ſchien ſich dies ſogleich zu beſtätigen, indem

die Ankunft des deutſchen Schiffes am engliſchen Quai,

dem Landungsplatze in Petersburg, Gegenſtand einer beſonderen Aufmerkſamkeit wurde. Es waren dort mehrere kaiſerliche Hof⸗Equipagen aufgeſtellt, die zur Empfangnahme der erwarteten Gäſte aus Deutſchland 3 beſtimmt ſchienen, und unmittelbar, nachdem die Lan dungsglocke am Ufer ertönt war, hatte ſich auch ſchon der kaiſerliche Hofmarſchall Fürſt Bariatinsky, der aus einem dieſer Wagen ausſtieg, mit eilenden Schrit ten an Bord desSalamander begeben. Die regierende Landgräfin von Heſſen-Darmſtadt war eine Dame von der würdevollſten Repräſentation,

die an ihrem heimiſchen Hofe in Darmſtadt gerade als Muſter der feinſten höfiſchen Kunſt zu leben glänzte. Sie war daher auch jetzt dem Fürſten Bariatinsky, der ſie im Namen der Kaiſerin zu beglückwünſchen kam, mit jenem höchſt ſouverainen Anſtande entgegen getreten, der an den kleinen deutſchen Höfen in dieſer Zeit faſt noch peinlicher und anſpruchsvoller ausgebildet wary als an den größeren Hofhaltungen in Europa.

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