Teil eines Werkes 
5. Band (1861)
Entstehung
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Dora, Du mußt ſelbſt mit ihm ſprechen. Be⸗ denke aber wohl, was Du ſagſt und was Du thuſt. Es giebt ſchwerlich auf der ganzen Erde einen Mann, für welchen es der Mühe verlohnt, eine glückliche Heimath und einen guten Vater zu verlaſſen.

Und in der That, wenn ich jemals den mindeſten Zweifel an Max oder an unſerer Liebe zu einander gehabt, wenn ich nicht gefühlt hätte, daß ich mit ihm gleichſam ſchon vermählt wäre, mit ihm, der auf der ganzen weiten Welt kein anderes Band hatte als mich, ſo hätte ich niemals den Muth ge⸗ habt, zu ſagen, was ich meinem Vater ſagte. Wenn ich auch nur mit dem kleinſten Worte unrecht, un⸗ freundlich oder ungehorſam war, ſo möge Gott es

mir verzeihen, denn meine Abſicht war es nicht.

Das Herz brach mir faſt aber ich wollte blos am Rechte feſthalten, ſo wie ich es ſah und ſo wie ich demzufolge handeln mußte.

Alſo, wie ich höre, Du wünſcheſt, Deinen Vater zu verlaſſen?

Papa, Papa!

Führe keine Gründe dafür un. Ich glaubte, dieſe Thorheit wäre jetzt gänzlich vorüber. Sie muß vorüber ſein alſo ſei ein gutes Kind und vergiß es.

Ich glaube, ich muß ſehr blaß geworden ſein,

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