mein Haupt nieder mit einem Gefühl unausſprech⸗ licher Ruhe und Vertrauens— Vertrauens zu der Güte des Himmels, der Alles zu dieſem Ende geführt — und Vertrauens auf ſeine Liebe, von welcher mich niemals Etwas abwendig machen könnte und an welche denkend ich einſchlief, ſicher wie ein ermü⸗ detes Kind, mit dem Bewußtſein, daß ich nun ge⸗ borgen wäre für mein ganzes Leben, bei ihm— bei meinem Max— meinem Gatten.
„Liebhaber“ war ein Wort, welches mir nis
für ihn zu paſſen ſchien. Er war ja ſo ernſt und
ſo viel älter als ich. Ich erwartete von ihm niemals ſo Etwas, wie das Benehmen eines ſogenannten Liebhabers, ja, ich würde ihn nicht einmal gern in dieſer Rolle geſehen haben— er hätte ſich darin nicht natürlich ausgenommen. Von der Stunde an vielmehr, wo er ſagte:„Iſt dies mein Weib?“ habe ich mir ihn ſtets und immer als„meinen Gatten“ gedacht. Mein theurer Max! Hier iſt ſein Brief— welcher in der düſtern Dämmerung vor meinen
Augen lag. Er war nicht mit der Poſt gekommen,
er mußte ihn ſelbſt abgegeben haben und die Magd brachte ihn herein, ohne Zweifel in der Meinung,
es ſei darin blos von ärztlichen Dingen die Rede⸗
Und ich bilde mir nicht wenig ein auf die gelaſſene,
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