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Dein altes Ich ſowohl als wie Dein neues. Sei Dir ſelbſt treu und Allem, was jemals Dein war. Dein Freund iſt ſtets Dein Freund— wenn auch nicht um ihn zu haben, um ihn zu lieben, oder Dich über ihn zu freuen, ſo doch um Dich ſeiner zu erinnern.
„Und wenn es Dir begegnet wie den meiſten Menſchen, daß nämlich im Laufe der Zeit für Dich Nichts übrig bleibt als die Erinnerung, ſo fürchte Dich deßwegen nicht. Halte feſt, was Dein war— es iſt Dein auf immer. Verleugne es nicht— ver⸗ achte es nicht; achte ſeine Geheimniſſe. Verſchweige ſein Unrecht. Und wenn Du es ſo bewahrſt, wird es niemals in Deinem Herzen liegen, wie ein todter Gegenſtand, der darin verweſ't und Verweſung er⸗ zeugt, wie todte Gegenſtände ſonſt thun. Begrabe es und gehe Deinen Gang. Es kann ſich ereignen, daß einmal in langer Zeit Du plötzlich auf das Grab dieſer Erinnerung ſtößeſt— und ſiehe da, es iſt thauig⸗grün!“


