Teil eines Werkes 
3. Band (1861)
Entstehung
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weinen— vor Aerger oder etwas Anderem, ich weiß ſelbſt nicht was.

„Nicht wahr, Sie ſagen es Niemandem?“ bat ich.

„Nein, ich werde es Niemandem ſagen,“ entgeg⸗ nete er lächelnd,„wenn Ohnmächtigwerden einmal ein ſo großes Verbrechen iſt. Können Sie jetzt gehen? Nur gehen Sie nicht allein— wenigſtens jetzt nicht.“

Ich wundere mich nicht über die beinahe unbe⸗ grenzte Gewalt, welche, wie Auguſtus ſagt, Doctor urquhart über ſeine Patienten hat. Er iſt ein ächter Arzt— nicht blos des Körpers, ſondern auch der Seele. Wir gingen weiter und ich ſtützte mich auf ſeinen Arm. Einen Augenblick bangte mir halb vor Liſabel's Gelächter und der einfältigen Etikette unſerer Umgegend, welcher zufolge eine Dame und ein Herr, die mit einander Arm in Arm gehen, nothwendig verlobt ſein müſſen.

Dann aber vergaß ich Beides und dachte nur welch' ein Troſt in der Schwäche es iſt, einen urm zu haben, auf den man ſich ſtützt, und zwar einen, der, wie man fühlt und wie man weiß, es gern zu⸗ frieden iſt, daß man einen Ruhepunkt darauf ſuche.

Ich habe es noch nie erwähnt, will es aber hier erwähnen, daß Doctor Urquhart— ich weiß das— mich lieber hat als irgend ein anderes