Teil eines Werkes 
3. Band (1861)
Entstehung
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unbefangenheit, womit ich Meinungen erfragte und ausſprach, Anſtoß genommen haben. Aber, o welcher Segen iſt es, einen Freund zu haben, gegen welchen man ſich furchtlos über jeden Gegenſtand ausſprechen kann, welchem gegenüber ſowohl die tiefſten als die thörigtſten Gedanken, die man hat, einfach und ſicher zu Tage treten! O, welcher Troſt welcher unaus⸗ ſprechliche Troſt, ſich bei Jemandem ſicher zu füh⸗ len! Weder die Gedanken zu wägen, noch die Worte zu meſſen zu brauchen, ſondern ſie alle ungehin⸗ dert ausſtrömen zu laſſen, gerade ſo wie ſie ſind Spreu und Körner durch einander; überzeugt, daß eine treue Hand ſie aufhebt und ſichtet, das, was des Behaltens werth iſt, behält und das Uebrige von dem Hauche der Güte hinwegwehen läßt.

Heute Nachmittag muß Jemand in Bezug auf dieſes Sichten ein tüchtiges Stück Arbeit zu verrich⸗ ten gehabt haben, denn im Laufe deſſelben ſchwatzte ich ſo viel Unſinn, wie nur irgend ein vernünftiger Mann aushalten kann ſelbſt ein ſo ultra⸗verſtän⸗ diger Mann wie Doctor Urquhart.

Papa ſagte einmal, Dora nähme ſich gegen unſern guten Freund, den Doctor, in ihren Reden ein wenig zu viel heraus die thörigte kleine Dora!

Die thörigte kleine Dora weiß aber recht wohl,